Die Wand verstehen

Fachbegriffe. Verständlich erklärt.

Von Taupunkt und Wärmebrücke bis Untergrund und Schichtdicke: Wandwissen mit passenden Erklärungen und nächsten Schritten.

Heller Altbauraum mit hohen Fenstern und hellen Innenwänden.

Feuchte und Raumklima

Taupunkt

Die Temperatur, bei der Wasserdampf aus der Luft zu flüssigem Wasser kondensieren kann. Sie hängt vom Feuchtegehalt der Luft ab. Für eine Wand zählt deshalb nicht nur die Raumtemperatur, sondern ihre Oberflächentemperatur.

Taupunkt und Materialprinzip

Kondensat

Wasser, das durch Abkühlung feuchter Luft an einer Oberfläche entsteht. Es ist ein anderer Feuchteweg als Regenwasser durch einen undichten Anschluss oder Wasser im Mauerwerk. Die Ursache entscheidet über die passende Maßnahme.

Kondensat im Keller einordnen

Wärmebrücke

Ein Bereich, über den Wärme stärker nach außen abgeführt wird als über benachbarte Bauteile. Dort kann die innere Oberfläche kälter sein. Ecken und Fensteranschlüsse sind deshalb bei der Ursachenklärung interessant.

Kalte Fensterlaibungen prüfen

Relative Luftfeuchte

Eine Prozentangabe, die den Wasserdampfgehalt der Luft im Verhältnis zu ihrer temperaturabhängigen Sättigung beschreibt. Derselbe Wasserdampfgehalt kann bei anderer Temperatur eine andere relative Feuchte ergeben. Ein Einzelwert beschreibt weder jede Wandstelle noch den ganzen Tagesverlauf.

Raumklima sinnvoll beobachten

Oberflächentemperatur

Die Temperatur direkt an Wand, Glas oder einem anderen Bauteil. Sie unterscheidet sich von der Lufttemperatur im Raum. Für die Beurteilung einer kalten Wand werden deshalb passende Oberflächenmessungen und Raumklimadaten gemeinsam betrachtet.

Kalte Wand gezielt behandeln

Hygrometer

Ein Messgerät für Luftfeuchtigkeit. Für eine Beobachtung halten Sie Messort, Zeit und Temperatur mit fest. Ein Hygrometer misst die Raumluft und ersetzt keine Untersuchung der Feuchtigkeit im Baustoff.

Messwerte für die Heizperiode sammeln

Material und Aufbau

Diffusion

Hier ist die Bewegung von Wasserdampf durch einen Baustoff gemeint. Diffusionsoffen bezeichnet die Wasserdampfdurchlässigkeit eines Aufbaus. Es bedeutet weder wasserdicht noch, dass eine feuchte Wand ohne Ursachenbehebung trockengelegt wird.

Diffusionsoffenen Abschluss ansehen

sd-Wert

Die wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke beschreibt den Widerstand einer Schicht gegen Wasserdampfdiffusion als vergleichbare Luftschichtdicke. Für einen Aufbau zählen Material und Schichtdicke; Werte gehören zur jeweils angegebenen Prüfgrundlage.

Die Produktunterlagen lesen

Kapillaraktiv

Ein Material kann flüssige Feuchtigkeit in seinen feinen Poren transportieren. Diese Eigenschaft ist von Wasserdampfdiffusion zu unterscheiden. Sie ist keine pauschale Zusage, dass ein Aufbau eindringendes Wasser beherrscht.

Platte und Beschichtung unterscheiden

Aerogel

Ein sehr porenreiches, leichtes Material. Im AEROLIGHT Spachtel ist Aerogel Teil der Füllstoffkombination. Die Eigenschaften eines Rohstoffs sind nicht automatisch ein Leistungsnachweis des vollständigen beschichteten Bauteils.

Material und Wirkprinzip verstehen

Hohlglaskugeln

Kleine hohle Glaskörper, die als Füllstoff in einem Material verwendet werden. Beim AEROLIGHT System gehören sie zur Materialkombination. Für die konkrete Leistung des Produkts sind Aufbau, Verarbeitung und dokumentierte Prüfungen maßgeblich.

Die Füllstoffe im System

Funktionsbeschichtung

Ein Oberflächenaufbau, der über die reine Farbgestaltung hinaus eine Aufgabe übernimmt. AEROLIGHT ist auf geeignete kalte Innenoberflächen ausgerichtet. Die Bezeichnung allein sagt noch nichts über Eignung für jedes Gebäude oder über Gleichwertigkeit mit einer Dämmung.

Mehr als einen Schlussanstrich planen

Kalziumsilikatplatte

Eine mineralische Platte, die unter anderem in Innendämmsystemen verwendet wird. Planung, Dicke, Verklebung und Anschlüsse unterscheiden sich von einer dünnen Funktionsbeschichtung. Der passende Vergleich beginnt beim konkreten Sanierungsziel.

Altbau mit oder ohne Plattenaufbau

Biozid

Ein Produkt zur Bekämpfung schädlicher Organismen durch chemische oder biologische Wirkung. Mold Clean ist ein Biozidprodukt; Kennzeichnung und Produktinformationen sind vor der Anwendung zu lesen. Eigenschaften eines Reinigers und einer Beschichtung müssen getrennt betrachtet werden.

Reiniger und Sicherheitsangaben

Untergrund und Verarbeitung

Untergrund

Die Fläche, auf die das System aufgetragen wird. Trockenheit, Sauberkeit und Tragfähigkeit sind Voraussetzungen. Tapeten, loser Putz oder ungeeignete Altbeschichtungen werden vor dem Aufbau beurteilt und nötigenfalls entfernt.

Die Vorbereitung Schritt für Schritt

Grundierung

Die vorbereitende Schicht zwischen geeignetem Untergrund und folgendem Aufbau. Im AEROLIGHT System gleicht Primer Plus die Saugfähigkeit aus und unterstützt die Haftung. Eine Grundierung ersetzt keinen tragfähigen Untergrund.

Primer Plus im Aufbau

Haftzugfestigkeit

Eine Prüfgröße für den Widerstand einer Verbindung gegen Zugbelastung senkrecht zur Oberfläche. Ein Laborwert wird unter bestimmten Prüfbedingungen ermittelt. Auf der Baustelle bleiben Zustand und Vorbereitung der tatsächlichen Wand entscheidend.

Prüfwerte mit ihrer Grundlage

Schichtdicke

Die Stärke einer aufgetragenen Materialschicht. Der AEROLIGHT Spachtel wird als 1 bis 1,5 mm dünne Funktionsschicht verarbeitet. Die vorgegebene Stärke gehört zur Anwendung; ein dünner gezogener Auftrag ist nicht automatisch dieselbe Maßnahme.

Funktionsschicht richtig planen

Trocknungszeit

Die Zeit, die ein Produkt unter den angegebenen Bedingungen bis zum jeweiligen Verarbeitungsschritt benötigt. Überarbeitbar und durchgetrocknet sind verschiedene Zustände. Beachten Sie die Angaben jeder Komponente und die Bedingungen im Raum.

Zeiten je Komponente nachsehen

Verbrauch

Die benötigte Materialmenge für eine Fläche. Der tatsächliche Bedarf hängt unter anderem von Untergrund und Auftrag ab. Für das vollständige System zählt jede Komponente; Wandfläche und Raumgrundfläche sind nicht dieselbe Größe.

Das Set nach der Wandfläche wählen

Aus dem Begriff wird eine Entscheidung

Ordnen Sie die Fachbegriffe Ihrer Wand zu: Diese Anwendungen verbinden Ursache, Material und Vorbereitung.

Für die praktische Beobachtung helfen unsere Fensterhinweise, der Ratgeber zu Möbeln an Außenwänden und die Vorbereitung der Heizperiode. Die häufigen Fragen erläutern Auswahl und Verarbeitung.

Ihre Wand, Ihr nächster Schritt

Der Begriff erklärt Ihren Wandbefund noch nicht?

Schicken Sie uns ein Wandfoto und beschreiben Sie Raum, Untergrund und bisherige Maßnahmen. Wenn der Aufbau passt, wählen Sie das vollständige System-Set nach Ihrer Wandfläche.

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